Der DHSV Dithmarschen betreibt in seinem Einzugsgebiet insgesamt 11 Großschöpfwerke, die vollständig elektrisch betrieben werden. Um die Einsatzfähigkeit dieser Anlagen auch bei Stromausfällen sicherzustellen, wurde in den vergangenen Jahren gezielt in die Notstromversorgung investiert.
Bereits im Jahr 2022 wurde ein erstes, kleineres Notstromaggregat angeschafft, um kleinere Anlagen im Bedarfsfall mit Notstrom versorgen zu können. Im Jahr 2023 folgte die Beschaffung von zwei sehr leistungsstarken Notstromaggregaten, mit denen auch die größeren Schöpfwerke im Notfall betrieben werden können.
Im Februar 2026 konnten die neu installierten Notstrom‑Einspeisevorrichtungen am Großschöpfwerk Brunsbüttel Nord im Rahmen einer mehrtägigen Notstromübung erfolgreich getestet werden. Die Übung fand in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie der Katastrophenschutzbehörde des Kreises Dithmarschen statt und beinhaltete eine umfassende Funktionsprüfung der Anlagen.
Das Schöpfwerk Brunsbüttel Nord diente dabei als Bemessungsgröße für die eingesetzten Notstromaggregate. Die Einspeisung in diese Anlage der kritischen Infrastruktur wurde von elektrotechnischen Fachkräften begleitet, um wichtige Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln. Im Rahmen der Übung wurde außerdem erfolgreich getestet, ein kleineres Notstromaggregat des Katastrophenschutzes mit den größeren Notstromaggregaten zu synchronisieren.
Am Ende der dreitägigen Übung konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden – insbesondere zum zeitlichen Aufwand, zur notwendigen Routine beim Anschluss der Aggregate an die Schöpfwerke sowie zu den logistischen Anforderungen beim Transport der Notstromtechnik.
Artikel Dithmarscher Landeszeitung




