Online-Galerie statt „Tag der offenen Tür“ - Besichtigung ins kommende Jahr verschoben


Kronprinzenkoog/Hemmingstedt, 17.06.2020 – Das neue Schöpfwerk Steertloch ist von der Architektenkammer Schleswig-Holstein als eines von 31 Objekten ausgewählt worden, sich in diesem Jahr beim „Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst“ zu präsentieren. In den Vorjahren wurden die Gebäude und Einrichtungen an diesem einen Tag einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Doch die Corona-Pandemie hat 2020 auch diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt offener Türen und Führungen werden die Projekte unter der Adresse https://www.aik-sh.de/tag-der-architektur-2020/ digital über Online-Galerien präsentiert. Dort sind neben Bildern auch die wichtigsten Daten des jeweiligen Bauwerks zu finden. „Obwohl wir unser Schöpfwerk nur online präsentieren können, betrachten wir die Aufnahme in die Vorzeige-Bauwerke als eine Auszeichnung“, erklärt Jörg Daniel, Verbandbaumeister des Deich- und Hauptsielverbandes (DHSV) Dithmarschen.

Das Schöpfwerk Steertloch war 2019 fertiggestellt und in Betrieb genommen worden, um die Entwässerung des Hinterlandes bis St. Michaelisdonn für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen. Die Anlage ist mit vier riesigen Pumpen bestückt, die insgesamt 10,8 Kubikmeter Wasser pro Sekunde vom Binnenland in die Nordsee pumpen können. Bei den Planungen wurde zudem eine möglichst hohe Energieeffizienz berücksichtigt. Damit passt das millionenschwere Bauwerk in das Konzept des diesjährigen „Tages der Architektur“, der vor allem die Beziehung zwischen Umwelt, Mensch und Raum in den Mittelpunkt stellt. Damit soll für eine gute und nachhaltige Architektur geschaffen werden, die auch zukünftigen Generationen als Ressource dient.

Um allen Projekten die Chance zu geben, Ihre Projekte „in natura“ vorstellen zu können, sollen die Planer die Möglichkeit bekommen, ihr Vorhaben im kommenden Jahr gemeinsam mit den ausgewählten Projekten von 2021 vorzustellen und für die Besucher zu öffnen. Bis dahin können sich Besucher im Außenbereich informieren. Dort sind erst vor kurzem Schilder an den alten, an anderer Stelle errichteten Sieltoren angebracht worden, die nicht nur die Funktion des Schöpfwerks, sondern auch Küstenschutz, Klimawandel und Wasserwirtschaft thematisieren. Die Schilder sind Teil eines Informationssystems an der gesamten Westküste, das vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) installiert wurde.

Zu erreichen ist das Schöpfwerk Steertloch in Kronprinzenkoog zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Es befindet sich am Nordseeküsten-Radweg. Der Zugang ist jedoch für PKW gesperrt. Siehe auch unsere » Karte.

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Neue Informationsschilder an den alten Sieltoren. (Foto: Daniel)